Forum der Stadtbibliothek Ulm

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#1 10.07.2017 14:35:27

Admin_BI
Administrator
Registriert: 25.01.2013
Beiträge: 9

RFID in der Glaspyramide: Schneller selbst verbuchen

Im August 2017 führt die Zentralbibliothek die sogenannte RFID-Technologie ein und macht damit - für Sie - einen wichtigen Schritt in die Zukunft.

Offline

#2 21.07.2017 08:11:49

Arcus
Gast

Re: RFID in der Glaspyramide: Schneller selbst verbuchen

Dann hoff ich mal, dass die Stadtbibliothek den Rationalisierungsgewinn endlich für bessere, sprich längere Öffnungszeiten nutzt. Da viele Bib-Besucher von auswärts die Fahrt nach Ulm vor allem mit Einkäufen, Arztbesuche etc. kombinieren, bietet es sich an, am Montag endlich auch zu öffnen und am Samstag bis 19:00 offen zu halten.
Selbst eine Öffnung ohne Ausleihe am Sonntag,  aber mit Rückgabe sollte jetzt möglich sein. Ich denke es würden sich genug Freiwillige finden, die das jetzige Stammteam bei den längeren Öffnungszeiten unterstützen.
Meine Hoffnung, dass die neue Bibliothekleitung nach kreativen Lösungen sucht und dann auch umsetzt hab ich noch nicht ganz aufgegeben.

#3 27.07.2017 14:13:12

M. Szlatki
Gast

Re: RFID in der Glaspyramide: Schneller selbst verbuchen

Guten Tag,

vielen Dank, dass Sie das Meinungsforum rund um die RFID-Einführung eröffnet haben.

Ihren Wunsch nach erweiterten Öffnungszeiten verstehe ich sehr gut, gerade weil wir tatsächlich einen Rationalisierungsgewinn erzielen werden.

Dieser ist für die Stadtbibliothek auch sehr wichtig, wenn man sich die großen Linien anschaut: Im Zeitraum von 1993 bis 2013 steht einer Nutzungssteigerung von ~ +50 % (von 700.000 auf über 1.000.000 Entleihungen) ein gleichzeitiger Personalabbau von ~ -25 % (von 42 auf 33,6 Stellen) gegenüber.

Wenn man die aktuell rund 2.000 Überstunden im Kollegium heranziehen würde, dann wäre der Rationalisierungsgewinn schon wieder mehr als aufgebraucht.

Sie weisen freundlicherweise darauf hin, dass sich genügend Freiwillige finden würden, die das jetzige Stammteam bei längeren Öffnungszeiten unterstützen würden. Das haben wir aktiv bereits in der Vergangenheit im Austausch mit Stadtverwaltung und Personalrat intensiv geprüft und u. a. mit Blick auf das Thema Datenschutz verworfen. Auch eine Sonntagsöffnung mit Bibliothekspersonal in kommunaler Trägerschaft ist rechtlich gemäß Bundesarbeitszeitgesetz sowie der Sonn- und Feiertagsgesetze der Länder derzeit nicht zulässig.

Mir geht es durch den - insgesamt überschaubaren - Effizienzgewinn aber tatsächlich um eine "kreative" Erweiterung unserer Angebote mit zwei klaren Prioritäten: Ich möchte unsere aktive Bildungsarbeit stärken, um all die Kinder und Familien zu erreichen, die der Stadtbibliothek und dem Lesen als Schlüssel zur Welt fern sind. Und ich möchte unsere Online-Dienste weiter ausbauen - sozusagen Öffnungszeiten 24/7.

Das unsere Kunden sich erweiterte Öffnungszeiten wünschen, ist mir durch unsere regelmäßigen Besucherbefragungen und wiederum durch mich auch dem Rathaus bekannt. Für diese großen Sprünge reicht die RFID-Einführung allerdings nicht aus.

Nun hoffe ich meinerseits auf Ihr Verständnis und verbleibe mit freundlichen Grüßen,

Martin Szlatki

#4 04.08.2017 06:05:16

Arcus
Gast

Re: RFID in der Glaspyramide: Schneller selbst verbuchen

Open library?
Lieber Herr Szlatki,
Vielen Dank für Ihr feedback. Dass Sie den Effizienzgewinn durch RFID sinnvoll für qualitätssteigernde Maßnahmen und einer Stärkung des onleihe Angebotes nutzen wollen freut mich.
Onleihe ist aber nur ein Teil von "Open library"
Geht es nicht auch darum dem Bürger seine Stadtbibliothek als Begegnungsort für vielfältigste Aktivitäten verfügbar zu machen? Dem kann sich doch dauerhaft auch der knausrigste schwäbische Gemeinderat nicht verschließen.
Ulm ist im Vergleich zu anderen Städten vergleichbarer Größenordnung eine reiche Stadt.
Was also muss getan werden, dass einerseits die finanziellen Spielräume für die Bib größer werden? Was aber kann auch bibintern getan werden um,ohne großen finanziellen Aufwand, den Zugang zur Ulmer StadtBib, auch außerhalb der bisherigen Öffnungszeiten zu ermöglichen? RFID basierte Zugangskontrolle? Ect.
Vorrangig sollte eine Möglichkeit gefunden werden, die Bib auch Montags dem Besucher zugänglich zu machen.

Beste Grüße in die Glaspyramide

#5 08.08.2017 06:31:26

M. Szlatki
Gast

Re: RFID in der Glaspyramide: Schneller selbst verbuchen

Liebe(r) Arcus,

vielen Dank für das Feedback und Ihre Anregung zur Open Library.

Tatsächlich habe ich während meiner Zeit als Flensburger Bibliotheksleiter das skandinavische Modell einer technischen Zugangskontrolle kennengelernt und möchte das hier in Ulm zunächst in der Stadtteilbibliothek Böfingen ausprobieren. Dort ist die "Not" mit lediglich 8 Wochenöffnungsstunden am größten. Diese Investition hat der Gemeinderat erfreulicherweise bereits grundsätzlich beschlossen. Allerdings wird das im Zuge des Umbaus zu einem großen Bürgerzentrum im Haslacher Weg leider erst in einigen Jahren erfolgen.

Die Ideen sind also da - eben stets im finanziellen und zeitlichen Rahmen der gesamtstädtischen Investitionsstrategie: http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/ab-jetzt-wird-saniert-15423686.html 

Kurzfristig freue ich mich nun zunächst darauf, Sie ab dem 11. August in der Zentralbibliothek mit neuen RFID-Selbstverbuchern begrüßen zu können.

Freundliche Grüße und eine gute Woche,

Martin Szlatki

#6 08.08.2017 19:57:32

WOE
Mitglied
Registriert: 12.04.2017
Beiträge: 25

Re: RFID in der Glaspyramide: Schneller selbst verbuchen

> Admin_BI schrieb:

> Im August 2017 führt die Zentralbibliothek die sogenannte RFID-Technologie ein und macht damit - für Sie - einen wichtigen Schritt in die Zukunft.


Sehr geehrter Herr Szlatki,

ich begrüße die Einführung der neuen Technologie durchaus, weil sie wirklich zukunftsweisendes Potential in sich trägt. Allerdings fürchte ich, dass sie in erster Linie ökonomische Zwänge  - nämlich die Einsparung von Personal und Arbeitsstunden -  bedienen wird.

Die Bestrebungen der Zukunft sollten hingegen, wie von zahlreichen Nutzern immer wieder gefordert, definitiv in Richtung "Ausweitung der Öffnungszeiten" gehen  -  außerhalb der Kernzeiten gerne mit technischer Zugangskontrolle und deutlich reduziertem Personaleinsatz. Das wäre in der Tat ein wichtiger und wertvoller Schritt in die Zukunft.

Mit freundlichen Grüßen und herzlichem Dank für Ihr Engagement,

Wolfgang Öchsner

Offline

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